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2. Juli 2022 | Autor

Kreatives Schreiben und Selbsterkenntnis

Wie mir das kreative Schreiben dabei geholfen hat, zu Selbsterkenntnis zu gelangen … btw: vor 2020 hätte es so ein Bild nicht von mir online gegeben.
Wie mir das kreative Schreiben dabei geholfen hat, zu Selbsterkenntnis zu gelangen … btw: vor 2020 hätte es so ein Bild nicht von mir online gegeben.

Beim #storytellersamstag auf Instagram wird heute gefragt: Wer bist Du und was ist Dein bester Schreibtipp?

Das bin ich

Mein Name ist Sebastian, ich bin 34 Jahre und das kreative Schreiben begleitet mich schon seit meinen Teenager-Jahren.

Das Schreiben ist (zusammen mit intensiven Tagträumen) immer meine Zuflucht gewesen. Mir andere Welten und Charaktere auszudenken, hat mich, rückblickend betrachtet, wohl davor bewahrt, völlig den Verstand zu verlieren 😀

Ich weiß, das mag sich jetzt sehr dramatisch lesen und ja, es war anstrengend, aber es ist okay! Ich bin froh, jetzt zu wissen, warum mein Leben bis vor knapp zwei Jahren so absolut unstimmig war. Umso intensiver und bewusster nehme ich jetzt wahr, wie es immer stimmiger wird. Mit jedem noch so kleinen Schritt und dafür könnte ich gar nicht dankbarer sein. #outandproud

Neben meinem Autorendasein bin ich Grafikdesigner (in Festanstellung und freiberuflich) und Illustrator (freiberuflich).

Zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen zählen

  • Sport,
  • Switch zocken (vor allem The Legend of Zelda und Stardew Valley),
  • Lesen (Romane und Manga)
  • und Meditieren.

Ich liebe es außerdem, auf Mittelaltermärkte zu gehen (heute ist einer hier in meinem Heimatort *_*) und allgemein Städte zu erkunden. Hin und wieder mache ich sogar Urban Sketching mit einer Freundin.

Mein Tipp:

Für mich ist ab dem Zeitpunkt, an dem ich angefangen habe, meine Charaktere wirklich auszugestalten (DANKE an Jacky von schriftsteller-werden.de), die Grenze von „ich schreibe für mich“ hin zu „ich will, dass das Ding nach draußen kommt!“ überschritten worden. Das war im Frühjahr 2020.

Und Dang, das war ja dann erst so richtig der Anfang!

Wie mir das kreative Schreiben bei meiner Selbsterkenntnis geholfen hat

Mein erster Charakter, mit dem ich in die Tiefe gegangen bin, ist Ichor gewesen (dem ich ja diesen Post gewidmet habe). Ich habe es geliebt, mir alle möglichen Details über ihn zu überlegen: Wie er genau aussieht, was er am liebsten trägt, wie sein Alltag abläuft, wie er seine Wohnung einrichtet …

Dabei fing die erste Idee für Elementarweber mit einem anderen Elfen an: Verodos, der in meinen ersten Gedanken damals ein komplett anderes Dasein hatte, als er es jetzt hat. Das muss 2018 gewesen sein. „Ernst“ ist es seit 2020 und es ist so cool, wie mein Universum seitdem stetig wächst. Mal langsamer, mal schneller.

Im Moment geht es langsamer, das ist okay. Ich brauche viel Kraft und Energie, um mir mein neues, authentisches Leben aufzubauen.

Auf dem Weg dorthin war mir das Schreiben übrigens stets eine unglaubliche Hilfe.

Schon als ich im Teenager-Alter meine Geschichten geschrieben habe, fingen sie mit Hetero-Beziehungen an (so, wie ich es eben beigebracht bekommen habe) und im Laufe des Schreibprozesses, hat sich IMMER ein anderer Mann zwischen diese Beziehung gedrängt. Damals habe ich nicht verstanden, was das für mich bedeuten könnte. Ich habe es einfach geschehen lassen.

Ich sag mal so: Das Unbewusste ist mächtig. Das war der Ort, wo mein wahres Selbst eingeschlossen war. Im Umbewussten.

Dann habe ich das Schreiben lange Zeit bleiben gelassen, weil ich studiert habe, weil mein Leben auch privat unstet war … als ich 2018 dann wieder angefangen habe, war es wieder so: Hetero-Beziehung und es drängt sich ein Mann dazwischen … das war einer der Gründe, weshalb ich auf die Suche nach Antworten gegangen bin. Bei weitem nicht der einzige Grund, aber doch mit ein ausschlaggebender.

Die Antwort habe ich Ende 2020 gefunden und seitdem lebe ich immer mehr ein authentisches Leben und dabei hilft mir auch das Schreiben an meinem Roman. Ich wäre nicht (so schnell) dahin gekommen, wo ich jetzt bin. Nicht ohne Prinz Verodos, Wächter Ichor und Co.!

Dies ist eine ausführliche Version meines Beitrags auf meinem Autorenkanal auf Instagram – lass’ mir da gerne Deine Gedanken hierzu da, falls Du mir was mitteilen möchtest.